Pumpwerk Niro
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Produktinformationen "Pumpwerk Niro"
Beschreibung:
Das Lutz Pumpwerk (Niro) ist geeignet für dünnflüssige, brennbare und explosionsgefährliche Flüssigkeiten. Je nach Einsatzfall stehen Ihnen verschiedene Motore zur Verfügung, die Sie jederzeit mit dem Pumpwerk kombinieren können. Somit sind Sie jederzeit flexibel und schonen damit wichtige Ressourcen.
- auch in Sondertauchtiefen von 200 - 2500 mm erhältlich
- Pumpwerk ausgestattet mit Lutz Original Handrad
- zum Ab- oder Umfüllen alternativer Kraftstoffe, Öle, entzündlicher Flüssigkeiten geeignet
Eigenschaften & Vorteile
- wahlweise mit Elektro- oder Druckluftantrieb
- keine Schmierstoffe und damit keine Verunreinigung des Fördermediums durch Schmierstoffe
- zugelassen nach ATEX Richtlinie 2014/34/EU, Kategorie 1/2
- hochbeständige Edelkohle-Wellenlagerung
- Wartung ohne Spezialwerkzeuge
- Dichtmodule der gleitringgedichteten (GLRD) bzw. der dichtungslosen (DL) Pumpe austauschbar
| Antriebswelle (Werkstoff): | Edelstahl (1.4571) |
|---|---|
| Dichte (bis kg/dm³): | 1,4 |
| Dichtungsart: | Dichtungslos (DL) |
| Explosionsschutz: | Ja |
| Förderhöhe (bis max. mWS)*: | 15 |
| Fördermediumstemperatur (max °C): | 100 |
| Fördermenge (bis max. l/min)*: | 243 |
| Förderrad (Werkstoff): | ETFE (Ethylen-Tetrafluorethylen-Copolymer) |
| Förderradform / Antriebsart: | Rotor (Axiales Förderrad) |
| Gewinde (Zoll) außen: | 1 1/4" |
| Gleitringdichtung (Werkstoff): | keine medienberührten Dichtungen |
| Lager (Werkstoff): | Edelkohle |
| Pumpwerkmaterial (Werkstoff): | Niro (Edelstahl) |
| Statische Dichtung (Werkstoff): | keine medienberührten Dichtungen |
| Tauchrohrdurchmesser (max. mm): | 41 |
| Tauchtiefe (mm): | 1000 |
| Typ: | Niro 41-R-DL Ex |
| Viskosität (bis max. mPas)*: | 650 |
| Zertifizierung: | ATEX Richtlinie (ATEX Richtlinie 2014/34/EU) |
* Die max. Fördermenge ist ein ermittelter Wert mittels Prüfstand und gemessen mit Wasser bei einer Mediumstemperatur von ca. 20° C. Die Messung erfolgt am Druckstutzen der Pumpe, ohne Schlauch, Zapfpistole oder Durchflussmesser. Die im Einsatz erzielbare Fördermenge ist niedriger und hängt von der individuellen Anwendung, den Medieneigenschaften sowie der Konfiguration der Pumpe ab. Die max. Förderhöhe ist ebenso abhängig von Pumpenausführung, Motor und Medium. Die Viskositätswerte werden mit Öl ermittelt.
** Prüfaufbau: Medium Wasser / Diesel, Durchfluss in Vorzugsrichtung, Beruhigungsstrecke 0,2 m vor und nach dem Durchflusszähler
Bei der Auswahl der passenden Antriebsform für ein Pumpwerk stellt sich in der Praxis häufig die Frage, ob ein Laufrad oder ein Rotor eingesetzt werden sollte. Die Entscheidung hängt maßgeblich von den hydraulischen Anforderungen der jeweiligen Anwendung ab.
Einsatzfall 1: Hoher Förderdruck und größere Förderhöhen erforderlich
Anforderung
Wenn lange Schlauch- oder Rohrleitungen überwunden werden müssen, das Fördermedium eine erhöhte Viskosität oder Dichte aufweist oder insgesamt höhere Druckverluste auftreten, ist eine größere Förderhöhe erforderlich.
Typische Einflussfaktoren sind:
- Lange Schlauchlängen
- Zähflüssige oder schwere Medien
- Erforderlicher Druckaufbau im System

Empfohlene Lösung
Laufrad (L) = Radialrad
Das Laufrad ist für Anwendungen ausgelegt, bei denen ein stabiler Druckaufbau notwendig ist. Das Pumpwerk ermöglicht so das sichere Fördern auch bei erhöhten Widerständen im System und gewährleistet eine konstante Förderleistung unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.
Einsatzfall 2: Hohe Fördermenge bei freiem Auslauf
Anforderung
Liegt ein freier Auslauf vor und bestehen keine nennenswerten Druckverluste im Fördersystem, steht häufig der Wunsch nach einer möglichst hohen Fördermenge im Vordergrund.
Typische Einflussfaktoren sind:
- Kurze Schlauchlängen
- Geringe Strömungswiderstände
- Fokus auf Volumenstrom statt Förderhöhe

Empfohlene Lösung
Rotor (R) = Axialrad
Der Rotor ist auf maximale Fördermengen bei minimalem Gegendruck ausgelegt. Er eignet sich ideal für Anwendungen mit freiem Auslauf, bei denen große Volumenströme effizient und wirtschaftlich gefördert werden sollen.
Fazit:
Die Wahl zwischen Laufrad und Rotor hängt vor allem von den hydraulischen Anforderungen der Anwendung ab. Bei höherem Druckbedarf und größeren Förderhöhen ist das Laufrad die geeignete Lösung. Bei freiem Auslauf und dem Wunsch nach hoher Fördermenge empfiehlt sich der Rotor.
Bei der Auswahl eines Pumpwerks hängt die richtige Dichtungsvariante vor allem von den Eigenschaften des Fördermediums ab. Entscheidend ist, ob das Medium zu Ablagerungen, Kristallbildung, Verkleben oder Aushärten neigt.
Pumpwerk mit Gleitringdichtung (GLRD)
Pumpwerke mit Gleitringdichtung werden bevorzugt eingesetzt, wenn Medien gefördert werden, die zum Auskristallisieren, Kleben, Aushärten oder Verderben neigen. Die Gleitringdichtung verhindert, dass das Fördermedium in das Wellenführungsrohr eindringt. Dadurch wird das Risiko von Ablagerungen reduziert und ein Festsetzen der Antriebswelle vermieden.
Ein weiterer Vorteil ist die vereinfachte Reinigung und Spülung des Pumpwerks, insbesondere bei anspruchsvollen oder wechselnden Medien.
Im Betrieb bildet sich zwischen den Gleitflächen der Gleitringdichtung ein dünner Schmierfilm aus dem Fördermedium. Aus diesem Grund darf ein Trockenlauf unbedingt vermieden werden, da dies zu einem schnellen Verschleiß oder zur Beschädigung der Dichtung führen kann.
Empfohlen bei:
- auskristallisierenden Medien
- klebenden oder aushärtenden Flüssigkeiten
- verderblichen Fördermedien
- Anwendungen mit erhöhtem Reinigungs- und Spülbedarf
Dichtungsloses Pumpwerk (DL)
Dichtungslose Pumpwerke eignen sich für alle Anwendungsfälle, bei denen das Fördermedium keine kritischen Ablagerungen oder Verkrustungen verursacht. Da keine mechanische Dichtung vorhanden ist, sind diese Pumpwerke konstruktiv einfacher aufgebaut und weniger empfindlich gegenüber kurzzeitigem Trockenlauf.
Ein kurzzeitiger Trockenlauf führt in der Regel nicht unmittelbar zu einer Beschädigung des Pumpwerks. Dennoch sollte Trockenlauf grundsätzlich vermieden werden, um unnötigen Verschleiß zu verhindern und die Lebensdauer der Pumpe zu maximieren. Der Betrieb sollte daher stets unter Aufsicht erfolgen.
Empfohlen bei:
- unkritischen, sauberen oder dünnflüssigen Medien
- Anwendungen ohne Neigung zu Ablagerungen
- Einsatzfällen mit möglichem kurzzeitigem Trockenlauf
Fazit:
Wenn das Fördermedium zum Kristallisieren, Verkleben, Aushärten oder Verderben neigt, sollte in der Regel ein Pumpwerk mit Gleitringdichtung eingesetzt werden. In allen anderen üblichen Förderanwendungen ist meist ein dichtungsloses Pumpwerk die passende Wahl.