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Wann setze ich beim Pumpwerk ein Laufrad und wann einen Rotor ein?

Bei der Auswahl der passenden Antriebsform für ein Pumpwerk stellt sich in der Praxis häufig die Frage, ob ein Laufrad oder ein Rotor eingesetzt werden sollte. Die Entscheidung hängt maßgeblich von den hydraulischen Anforderungen der jeweiligen Anwendung ab.

Einsatzfall 1: Hoher Förderdruck und größere Förderhöhen erforderlich

Anforderung
Wenn lange Schlauch- oder Rohrleitungen überwunden werden müssen, das Fördermedium eine erhöhte Viskosität oder Dichte aufweist oder insgesamt höhere Druckverluste auftreten, ist eine größere Förderhöhe erforderlich.

Typische Einflussfaktoren sind:

  • Lange Schlauchlängen
  • Zähflüssige oder schwere Medien
  • Erforderlicher Druckaufbau im System

Empfohlene Lösung
Laufrad (L) = Radialrad

Das Laufrad ist für Anwendungen ausgelegt, bei denen ein stabiler Druckaufbau notwendig ist. Das Pumpwerk ermöglicht so das sichere Fördern auch bei erhöhten Widerständen im System und gewährleistet eine konstante Förderleistung unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen.

Einsatzfall 2: Hohe Fördermenge bei freiem Auslauf

Anforderung
Liegt ein freier Auslauf vor und bestehen keine nennenswerten Druckverluste im Fördersystem, steht häufig der Wunsch nach einer möglichst hohen Fördermenge im Vordergrund.

Typische Einflussfaktoren sind:

  • Kurze Schlauchlängen
  • Geringe Strömungswiderstände
  • Fokus auf Volumenstrom statt Förderhöhe

Empfohlene Lösung
Rotor (R) = Axialrad

Der Rotor ist auf maximale Fördermengen bei minimalem Gegendruck ausgelegt. Er eignet sich ideal für Anwendungen mit freiem Auslauf, bei denen große Volumenströme effizient und wirtschaftlich gefördert werden sollen.

Fazit:
Die Wahl zwischen Laufrad und Rotor hängt vor allem von den hydraulischen Anforderungen der Anwendung ab. Bei höherem Druckbedarf und größeren Förderhöhen ist das Laufrad die geeignete Lösung. Bei freiem Auslauf und dem Wunsch nach hoher Fördermenge empfiehlt sich der Rotor.